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Nitrat, BUND, NGO.

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vor 6 Monaten

Haben wir ein Problem mit Nitrat? Oder dem BUND als NGO?
Machen demokratisch nicht legitimierte Akteure Landwirtschaftspolitik ohne Landwirte? Schauen wir’s uns an.

Die Nitrat Story, Teil 1.

Es gibt ein paar sehr kontroverse Themen, die die Gesellschaft und die Landwirtschaft besonders stark voneinander entfremden, z.B. das mit den Küken, das mit den Ferkeln, Glyphosat und Nitrat.

Weil aber die Gesellschaft keine Ahnung von Landwirtschaft hat, vertraut sie in ihrer Meinungsbildung auf Personen oder Organisationen, die sie für fachkundig hält. Neudeutsch: NGO.
Die größte ist der BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland).

Also habe ich mich für diesen Artikel zuerst gefragt: Was sagt der BUND zum Thema Nitrat?

BUND-Studie:

„Deutschland hat ein Nitratproblem.“

Zitat: „Unser wichtigstes Lebensmittel ist das Trinkwasser. Es wird sorgfältig überwacht und befindet sich flächendeckend in einem einwandfreien Zustand.“

Na super, denke ich. Also wo ist das Problem?

„Doch ein Thema kommt nicht aus den Schlagzeilen…“

Stopp mal, das verstehe ich nicht.
Wenn es kein Problem ist, was macht es dann in den Schlagzeilen?

„Schon seit geraumer Zeit blicken Gewässerschützer*innen und Wasserversorgungsunternehmen mit Sorge auf die Entwicklung der Nitratbelastung im Grundwasser.“

Okay… aber ist das nicht das Geschäftsmodell von NGOs – besorgt auf etwas zu blicken…

Nitrat, BUND, NGO: Alarm bringt Spenden. Auch für den BUND.

…und diese Sorge dann in Form von Spenden zu kapitalisieren?

BUND:

„Trinkwasser und Grundwasser dürfen maximal 50 mg/l Nitrat enthalten. Messergebnisse zeigen jedoch, dass besonders Gebiete mit hohem Viehbesatz … von Grenzwertüberschreitungen betroffen sind.
Die dort anfallenden Ausscheidungen … landen als Dünger auf den umliegenden Ackerflächen.“

„Aber nicht im Trinkwasser,“ sagt die Stiftung Warentest:

Stiftung Warentest 7/2019: Trinkwasser-Test.

Nitrat, BUND, NGO: Die Stiftung Warentest sieht die Sache anders aus.

Getestet wurde in den fünf größten deutschen Städten, außerdem in Regionen mit extremer landwirtschaftlicher Nutzung.

Und da ist der absolute Hot Spot die Region Vechta. Nirgendwo in Deutschland steht mehr Vieh auf der Fläche. Entsprechend fällt der bundesweit meiste Tierkot an, von Rindern, Schweinen und Hühnern.

Das Nitrat müsste laut BUND (NGO) also da auch das größte Problem sein.

Ist es aber nicht. Im Gegenteil:

Stiftung Warentest:

„Vechta: 5,8 mg/l.

Grenzwert: 50 mg/l.“

Nun könnte man einwenden, Grundwasser und Trinkwasser seien zwei verschiedene Sachen. Dass das Trinkwasser sauber ist, beweist also nicht, dass auch das Grundwasser sauber ist.
Denn es wird ja erst im Wasserwerk zu Trinkwasser aufbereitet.

Aber das ist teuer und aufwändig.
Wenn also das Grundwasser angeblich über dem gesetzlichen Grenzwert von 50 mg/l liegt, warum bringt man es dann nicht einfach auf 50 mg/l runter?

Und spart sich die überflüssige Anstrengung,

es auf 5,8 mg runterzubringen?

Also für mich sieht das so aus, als wäre in Vechta nicht nur das Trinkwasser sauber, sondern auch das Grundwasser.

Nitrat, BUND, NGO: Was wäre, wenn gar nichts wäre?

Und das stimmt auch. Oder, BUND?

Ganz generell gesprochen:

„Um Stickstoffeinträge zu vermeiden, ist eine bedarfsgerechte und sorgsame Düngung längst noch nicht gängige Praxis.“

Na gut, ob es überall „gängige Praxis“ ist, weiß ich natürlich nicht.
Aber da, wo es wirklich drauf ankommt, schon.

Die Stiftung Warentest:

„Unser Test bestätigt:

Gerade Trinkwasser aus Regionen mit hoher Viehbesatzdichte –

Borken in Nordrhein-Westfalen sowie Nordhorn und Vechta in Niedersachsen –

hat vergleichsweise geringe Gehalte an Nitrat.“

Und ich so: „Wie. Kein Problem?“

„Wir haben bei den Wasserversorgern nachgefragt und erfuhren, dass sowohl bei den Wasserwerken Vechta und Borken als auch bei den Nordhorner Versorgungsbetrieben Kooperationen mit den Landwirten bestehen.
Die Bauern werden zum Beispiel beraten, bedarfsgerecht zu düngen, oder sie werden für niedrige Werte an Nitrat im Boden finanziell belohnt.“

Leider schafft es diese beispielhafte Zusammenarbeit aber nicht „in die Schlagzeilen“, um die sich der BUND so vorrangig sorgt.
Sonst hätte die Stiftung Warentest ja nicht extra nachfragen müssen…

Nitrat, BUND, NGO – ein NoGo?

Um das klarzustellen: Mein Ziel ist nicht, den BUND an sich anzuzweifeln. Ich habe großen Respekt vor den vielen Ehrenamtlichen, die sich um Tiere und Pflanzen kümmern.

Mein Problem ist, dass der BUND spätestens seit Enoch zu Guttenbergs Abgang kein einfacher Naturschutzverein mehr ist, sondern eine NGO.

Eine „Nicht-Regierungs-Organisation“, deren zweifelhafte Aussagen zu Nitrat in der Gesellschaft, bei den Wählern, eine landwirtschaftsfeindliche Stimmung schüren. Die aber als anerkannter Naturschutzverein bei Eingriffen in den Naturhaushalt angehört werden MUSS.

Laut WELT bezahlte die Bundesregierung in 2018 15,5 Mrd. Euro an NGOs wie den BUND.

Und wie’s da zugeht, weiß die TAZ.

(gekürzt): „Ein Mitbegründer des BUND, Enoch zu Guttenberg, verließ unter Protest seinen Verband, dem er vorwarf, den „Verdacht der Käuflichkeit“ aufkommen zu lassen.

Der Dachverband der Umweltverbände kämpft seit Jahren für mehr Offenheit bei den Finanzen seiner 94 Mitglieder.
Alle Spenden über 1.000 oder 10.000 Euro sollten veröffentlicht werden.
Alle seine Vorschläge sind bisher allerdings von den Umweltverbänden abgelehnt oder ignoriert worden.

Auch die Korruptionsbekämpfer von Transparency International und Lobbycontrol fordern mehr Einblick in die Finanzen der Öko-Verbände. Doch es beteiligen sich nur wenige Umwelt-Organisationen.“

Nitrat, BUND, NGO: Wofür?

Nochmal die WELT:
„Damit sie Aufgaben übernehmen, die im öffentlichen Interesse liegen.“

Und ich dachte, dafür bezahlen wir unsere Regierung?

Und liegt es wirklich „im öffentlichen Interesse“, wenn unsere Gesetze von Organisationen bestimmt werden, die nicht demokratisch legitimiert sind?

Nitrat, BUND, NGO. Darüber müssen wir reden.